chronik

diakonie

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1873

beginn der diakonischen arbeit
aus der seelsorglichen arbeit von pfarrer ernst schwarz entsteht eine große diakonische einrichtung, die sich als lebensäußerung evangelischen glaubens versteht und bis weit ins 20. jahrhundert hauptsächlich von spenden des In- und auslandes getragen wird. wirtschaftliche grundlage für die in waiern versorgten menschen sind die nach und nach erworbenen landwirtschaftlichen gründe des „grillenhofes“ (1886), des staberhofs (1896) und des „köraus“ (1904)

 

1888

einweihung des kinderheims
das heutige „ernst-schwarz-haus“ hat in seiner geschichte nach dem modell der familiengruppen bis über 100 kinder beherbergt – in der mitte des hauses war ein großer saal für feiern und gottesdienste. heute ist das haus ein alten- und pflegeheim.

1894

krankenhaus waiern
auf den gründen des ehemaligen „grillenhofes“ wird das „kranken- und erholungsheim“ errichtet, das über jahrzehnte einen wichtigen stützpunkt für die medizinische grundversorgung in feldkirchen und umgebung darstellt. bis 1976 ist das krankenhaus auch Geburtenstation und unter dem legendären Primarius Domenig werden Operationen verschiedener Art durchgeführt. 2003 hat sich das Krankenhaus für Innere Medizin zu einem schwerpunktkrankenhaus für geriatrie und psychosomatik in kärnten entwickelt.

 

1912

einweihung des kleinkinderheims
der heutige Name „meta-diestel-haus“ erinnert an die stuttgarter kammersängerin und gönnerin, die durch benefizkonzerte und singabende die arbeit in waiern beispielhaft unterstützt hat. heute ist das „meta-diestel-haus“ wohnhaus für menschen mit behinderung, die in waiern seit 1980 begleitet werden.

1939

enteignung
nach dem tod von senior schwarz 1925 werden die evangelischen anstalten von inspektoren geleitet: zuerst von johann hermann und ab 1936 von karl eberspächer, der nach der enteignung durch die nsv in klagenfurt inhaftiert und des gaues kärnten verwiesen wird. allein das krankenhaus bleibt noch in der verwaltung der „inneren mission“.

 

1948

neuanfang
nach dem 2. weltkrieg wird die diakonische arbeit nach den gedanken von ernst schwarz wieder aufgenommen. zur rückstellung des enteigneten werkes werden mit dem land mühsame verhandlungen geführt, die 1948 zum ziel kommen. es folgt eine große aufbauarbeit des neuen rektors kurt schaefer (1953-1974): 1957 einweihung des „hauses abendruh“ zum altenheim (ehemalige schule) und 1958 eröffnung der haushaltungsschule, öffentlichkeitsrecht des kindergartens. unter der leitung von rektor rolf g. hülser (1974-2000) kommen mit der behindertenarbeit und der hospizbewegung neue diakonische tätigkeiten dazu. 1987 einweihung „stephanuskapelle".

 

2002

neustrukturierung
nach rektor arno preis (2000-2002) wird die neustrukturierung hin zur diakonie kärnten begonnen: rektor hubert stotter aus treffen wird leiter der diakonie kärnten, die ihren sitz nach klagenfurt-harbach verlegt.

   
2011 wegen arbeitsfeldern auch in anderen bundesländern wurde die "diakonie kärnten" 2011 in "diakonie de la tour" umbenannt.

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